Auslandspraktika 2017

Hej, Hello, Hola und Jassas,

mein Name ist Eva Hertlein und ich bin bei uns an der MOS verantwortlich für die Organisation der Auslandspraktika, die alle parallel in den Wochen nach den Osterferien stattfinden. Seit vielen Monaten bin ich – zusammen mit unseren Partnern im Ausland – damit beschäftigt, die Auslandspraktika zu koordinieren; klar, dass die erste Woche der Schüler im Ausland dann eine spannende Zeit für mich ist. Dieses Jahr absolvieren insgesamt 38 Elftklässler der MOS ein Praktikum in Norwegen, Schottland, Spanien oder Griechenland. Ich bekomme also täglich Bilder und Berichte von Schülern, die entweder in Badesachen ins Mittelmeer springen oder mit Mütze und Winterjacke beim Skifahren sind. Das liegt daran, dass alle Gruppen am Anfang einige Einführungstage haben, an denen sie Land und Leute kennenlernen, bevor es dann für alle ins Praktikum und damit an die Arbeit geht: Drei bis vier Wochen arbeiten die Schüler dann Vollzeit in Betrieben und Institutionen aller drei Ausbildungsrichtungen – Sozialwesen, Wirtschaft und Gestaltung. Sie lernen dabei ein neues Arbeitsfeld kennen, z.B. die Arbeit im Kindergarten, im Hotel oder beim Architekten, und müssen sich dort in einer fremden Sprache zurechtfinden. Sich dieser Herausforderung zu stellen ist nicht immer einfach, aber man wächst daran und kann am Ende stolz auf sich sein. An manchen Stellen muss ein bisschen verbessert und nachgeholfen werden, andere Praktikanten haben durchgehend leuchtende Augen und sagen: „Mein größtes Problem ist, dass ich in ein paar Wochen wieder heim muss.“

Ich selbst sitze gerade in Griechenland auf einer Dachterrasse, genieße die Frühlingssonne und freue mich über die Berichte, die ich aus allen Richtungen Europas bekomme – natürlich möchte ich meine Freude auch teilen. ...

Here we go ...

Team Norwegen

Am 07.04.18 sind wir in Nürnberg am Flughafen gestartet. Während des Fluges verlief alles sehr gut. In Bergen wurden wir dann abgeholt und nach einer langen Fahrt haben uns unsere Austauschpartner in Norheimsund abgeholt. Am ersten Tag haben wir eine lokale Sehenswürdigkeit angeschaut, einen Wasserfall. Anschließend sind wir zur einer Gastfamilie gegangen und haben Waffeln und Hotdogs gemacht und gegessen.

Nach dem ersten Arbeitstag waren alle Schüler des Austauschs bei einem Willkommensessen im Gymnasium. Dort haben wir eine typisch Norwegische Suppe gegessen. Am Dienstag sind wir nach der Arbeit Langlauffahren gegangen, danach haben wir ein Feuer im Schnee gemacht und gegrillt.

Die Gastfamilien sind sehr nett und unterstützen uns bei allen Aktivitäten. Bei den Praktikumsstellen gibt es auch keine Probleme, ausserdem ist die Kommunikation mit den anderen sehr gut.

Team Schottland

Bereits im Flieger fiel uns die wunderschöne und zugleich raue Landschaft Schottlands auf und auch direkt vor Ort in Dundee waren wir sofort von dem typischen schottischen Flair der Stadt begeistert. Bei der Stadttour mit unserem Guide Campbell Hendry waren wir erstaunt zu hören, dass viele technische Erfindungen aus Dundee stammen. Beim Rundgang fiel uns ebenfalls die interessante Bauweise der Gebäude auf, welche stark an die der Altstadt Nürnbergs erinnert. Trotz des Tourismus, ist Dundee wenig von anderen Ländern und deren Kulturen beeinflusst worden, im Gegenteil hat sie viel von der schottischen Tradition und der Atmosphäre des Landes und dessen Leuten beibehalten.

Zu unserem Zusammenleben im Hostel kann man sagen, dass die gemeinsamen Spieleabende und das Kochen in der Gruppe Spaß machen, wobei die Organisation des Essens eine Herausforderung darstellt. Das Zusammenleben auf engen Raum ist gewöhnungsbedürftig. Jetzt sind wir natürlich gespannt, was uns an unseren Praktikumsstellen erwartet.

Team Spanien

Bevor wir Austauschschüler unsere spanischen Gastfamilien kennenlernen, verbringen wir einige Tage zusammen in Valencia.

Schon am ersten Tag freuten sich viele über die geräumigen und stylischen Apartments. Diese waren nicht weit von der Innenstadt entfernt, was uns ermöglichte unsere Freizeit in der Stadt zu verbringen. Über die Tage hatten wir die Herausforderung, unsere Mahlzeiten selber zu planen. In der nahen Umgebung gab es viele günstige Supermärkte, die uns dies erleichterten.

Tagsüber stand für uns Schülern einiges auf dem Programm. Gleich am ersten Tag nach der Ankunft besuchten wir einige Praktikumsstellen in Valencia. So lernten wir den spanischen Alltag kennen und merkten, wie schwierig die spanische Sprache sein kann.

Ab dem zweiten Tag fand ein Spanischunterricht mit Natalia statt, um uns auf die anstehenden Praktika vorzubereiten und die Kommunikation mit unseren Gastfamilien zu erleichtern. Außerdem konnten wir auf der anschließenden Stadtrally deutlich die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Spanien erkennen. Dazu zählten die vielfältigen Baustile und bunten Häuser und Graffiti. Auch beim gewöhnungsbedürftigen Humor der Spanier macht sich der Unterschied bemerkbar. Nach den täglichen geplanten Aktivitäten konnten alle ihre Freizeit unabhängig voneinander verbringen.

Bevor wir Austauschschüler auf Valencia und Barcelona aufgeteilt wurden, konnten wir noch einen Tag am Strand verbringen. Besonders an diesem Tag zeigte sich das wechselhafte Wetter. Trotzdem verbrachten wir den ganzen Tag an der Strandpromenade.

Während der letzten Tage kam sich unsere Gruppe näher. Wir konnten viel Neues über Spanien erfahren und die Kultur kennenlernen.

Team Griechenland

Kalimera und liebe Grüße aus dem sonnigen Griechenland!Die erste Woche ist schon fast vorbei, und das einzige Problem, das wir haben, ist, dass wir irgendwann wieder nach Deutschland müssen.

Direkt nach unserer Ankunft am Freitag und dem Ankommen in den Gastfamilien, trafen wir uns gemeinsam in der Stadt um uns die Osterprozession zusammen anzusehen. Mit viel Musik und Gesang zogen hierbei alle Gemeinden durch die Innenstadt von Nafplio und trafen auf dem Marktplatz zusammen.

Am Samstag wurde es sportlich, die 999 Stufen, die hoch zu der Burg in Nafplio führen, waren für den ein oder anderen eine richtige Herausforderung, der Ausblick war dafür gigantisch!

Am Sonntag hieß es Fastenbrechen, hierzu ging man gegen 23:00 Uhr in die Kirche und feierte die Auferstehung von Jesus. Anschließend gab es in den Gastfamilien reichlich zu Essen, unter anderem auch eine Suppe aus Schlachtabfällen; auch die Lehrer, sowie Rainer und Sigrid, bekamen die Gelegenheit diese Suppe bei Stella und Dimitris zu probieren.

Am Montag wurde in den Familien das Ende des Fastens gefeiert. Mit ganzen gegrillten Lämmern, gegrilltem Gemüse, sowie haufenweise Pita wurden wir bis zum Abwinken zum Essen ermutigt.

Neben diesen ganzen Programmpunkten, waren wir mehrmals am Strand, sowie in der Stadt bei immer besser und heißer werdendem Wetter.

Wir freuen uns auf die nächste Zeit in Nafplio – in der wir natürlich neben diesen tollen Freizeitaktivitäten auch spannende Praktika absolvieren. Adio!

Ich bedanke mich von Herzen bei all unseren Partnern im Ausland, bei Knut und Samson in Norwegen, bei Campbell und Svenja in Schottland, bei Natalia und Michael in Spanien und bei Sigrid und Rainer in Griechenland. Ohne euch wären all diese tollen Projekte nicht möglich. Genießt die Zeit mit den Schülern, ich freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit im nächsten Jahr und hoffe auf viele weitere Jahre!

Takk, Thank you, gracias und efcharisto!


… Und bei den Schülern bedanke ich mich, dass ich bisher aus allen Ländern so positive Rückmeldungen bekommen habe, dass ihr ganz freundliche und motivierte Truppen seid. Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Zeit im Praktikum, unvergessliche Erlebnisse und einen authentischen Einblick in die anderen Kulturen! Passt auf euch auf, ich freue mich auf eure Erzählungen, wenn wir uns im Mai wieder in Deutschland treffen.


April 2018, Eva Hertlein